Wir hatten uns für das Wochenende ein Auto gemietet - einen kleinen roten Skoda Fabia. Mit diesem Rennauto ging es am Samstag ab nach Alicante. Das liegt zwei Autostunden (180km) südlich von Valencia ebenfalls an der Mittelmeerküste. Unser erstes Ziel dort war die Burg von Alicante. Nahe dem Zugang fanden wir direkt an der Strandpromenade einen Parkplatz. Schock! Beim Aussteigen aus dem Auto zog ich erstmal meine Weste aus. Es hatte gefühlte 30 Grad, strahlenden Sonnenschein und wir standen 20m von einem wunderschönen Sandstrand mit Palmen und türkisblauem Wasser entfernt. Es fühlte sich total unwirklich an - so als wären wir wieder im Sommer, nur dass kaum Leute da waren. (Zur Erklärung: Im Sommer verdoppelt sich die Anzahl der Menschen in Alicante, da die Stadt ein seeehr beliebtes Urlaubsziel ist)
Nach ein paar Minuten waren wir uns sicher, dass wir alle gerade nicht träumten und machten uns auf den Weg zur Burg. Sie liegt auf einem Hügel direkt im Stadtzentrum, ganz nahe dem Strand. Von oben hat man nicht nur eine atemberaubende Aussicht über den Strand / Hafen und Meer, sondern auch Richtung Norden über Alicante, das sich sternförmig vom Stadtzentrum aus gewachsen ist. Am Horizont sieht man Berge, über die man bestimmt gut Motorradtouren machen kann (oder wandern, für all die Nicht-Biker unter uns :))
Hier ein paar Impressionen von der Burg und uns Abenteuerern:
Einen Hafenspaziergang, ein bisschen Neid den Besitzern der Yachten gegenüber und einem Frozen Yogurt später fuhren wir an das andere Ende der Stadt, an dem sich die Überbleibsel einer römischen Siedlung befinden. Sooo super interessant waren die Steine leider nicht. Das schlimmste daran ist, dass die Ruinen ein bisschen aufgebessert wurden - zwischen alten Steinen war plötzlich eine neue Zieglemauer. Oder die Wand war neu verspachtelt worden. Das hat nicht ganz zusammengepasst ...
Sonntag, 13. November 2011
Mittwoch, 9. November 2011
zurück zum Höhlenmenschen
Letzte Woche erkannten wir, dass es schon zur Gewohnheit wird am Wochenende abends auszugehen und den folgenden Tag zu verschlafen. Ursprünglich kamen wir aber alle nach Spanien um Abenteuer zu erleben, also beschlossen wir etwas anderes zu machen.
Wir wollten nach "La Vall D'Uixo", eine kleine Stadt eine Stunde nördlich von Valencia. Dort befinden sich Tropfsteinhöhlen, durch die ein unterirdischer Fluss fließt. Von Freunden hörten wir Erzählungen und Schwärmerein, dass es dort so wunderschön sei. Ausgerüstet mit einem Rucksack gefüllt mit Regengewand, Sandwiches, Wasser und Fotoausrüstung machten wir uns auf den Weg.
Beim Betreten der Höhle kam uns feuchte, aber warme Luft entgegen (was nicht so schwer war an dem Tag - es war für spanische Verhältnisse richtig kalt draußen mit etwa 15 Grad). Wir stiegen in ein kleines Boot für 12 Leute, bei dem man darauf achten musste das Gewicht der Personen auf beide Seiten gleichmäßig zu verteilen. Ein Steuermann stieß uns mit einem Stock von einem Stein zum nächsten uns erzählte uns dabei mit einer uuuunglaublichen Begeisterung wie tief das Wasser hier sei.
Die Teile der Höhle waren mit orangenem Licht ausgeleuchtet, das Wasser war kalt und kristallklar. Ab und zu teilte uns der Steuermann mit auf unseren Kopf Acht zu geben, die Decke war an manchen Stellen so niedrig, dass das wirklich notwendig war. Nach ein paar Minuten fahrt stiegen wir mitten in der Höhle aus und wurden zu Fuß auf den weiteren Weg geschickt. Dadurch, dass kaum Touristen hier waren, standen auch nirgendwo Aufpasser herum, die einem das Fotografieren untersagten :)
Wir spazierten durch die verschiedensten Höhlenteile - der Weg war gut auch für Flip-Flop und Schlapfentouristen prepariert und schön ausgeleuchtet. Ab und zu hörte man Wasser tropfen, an anderen Stellen sah man das Ergebnis davon - wunderschöne Stalagtiten, die von der Decke ragten.
Das letzte Stück wurde wieder per Boot bestritten. Draußen lasen wir, dass das Höhlensystem noch nicht ganz entdeckt wurde, da der Fluss und die engen Gänge das Vorankommen stark erschwerten.
Leider ging der Bus zurück nach Valencia erst in ein paar Stunden, also beschlossen wir die nahegelegenen Berge zu erklimmen. Vorweg muss ich gleich sagen - trau keinen spanischen Wegbeschriftungen - die sind nämlich meistens nicht mehr vorhanden. So kommt man zu Abzweigungen, wo nicht beschildert ist, wo der Wanderweg weitergeht. Egal, wir fanden einen Weg auf und wieder herunter vom Berg. Dazwischen war viel Grünzeug, frische Luft und Naturzeug. Das spannendste daran war wohl eine tote Schlange am Wegrand. Und die Erkenntnis, dass man schneller außer Atem ist, wenn man in der Nacht davor nicht wirklich viel geschlafen hat und am Vortag in Stepaerobic war :)
Wenigstens war ich nicht die einzige, die froh über eine heiße Schokolade (die hier nicht mit Kakao sonder wirklich mit Schokolade gemacht wird!) und eine Kuchen war. Und wir allen waren froh uns für den Bus entschieden zu haben - so konnten wir auf der Heimfahrt ein bisschen die Augen zumachen :)
Wir wollten nach "La Vall D'Uixo", eine kleine Stadt eine Stunde nördlich von Valencia. Dort befinden sich Tropfsteinhöhlen, durch die ein unterirdischer Fluss fließt. Von Freunden hörten wir Erzählungen und Schwärmerein, dass es dort so wunderschön sei. Ausgerüstet mit einem Rucksack gefüllt mit Regengewand, Sandwiches, Wasser und Fotoausrüstung machten wir uns auf den Weg.
Beim Betreten der Höhle kam uns feuchte, aber warme Luft entgegen (was nicht so schwer war an dem Tag - es war für spanische Verhältnisse richtig kalt draußen mit etwa 15 Grad). Wir stiegen in ein kleines Boot für 12 Leute, bei dem man darauf achten musste das Gewicht der Personen auf beide Seiten gleichmäßig zu verteilen. Ein Steuermann stieß uns mit einem Stock von einem Stein zum nächsten uns erzählte uns dabei mit einer uuuunglaublichen Begeisterung wie tief das Wasser hier sei.
Die Teile der Höhle waren mit orangenem Licht ausgeleuchtet, das Wasser war kalt und kristallklar. Ab und zu teilte uns der Steuermann mit auf unseren Kopf Acht zu geben, die Decke war an manchen Stellen so niedrig, dass das wirklich notwendig war. Nach ein paar Minuten fahrt stiegen wir mitten in der Höhle aus und wurden zu Fuß auf den weiteren Weg geschickt. Dadurch, dass kaum Touristen hier waren, standen auch nirgendwo Aufpasser herum, die einem das Fotografieren untersagten :)
Wir spazierten durch die verschiedensten Höhlenteile - der Weg war gut auch für Flip-Flop und Schlapfentouristen prepariert und schön ausgeleuchtet. Ab und zu hörte man Wasser tropfen, an anderen Stellen sah man das Ergebnis davon - wunderschöne Stalagtiten, die von der Decke ragten.
Das letzte Stück wurde wieder per Boot bestritten. Draußen lasen wir, dass das Höhlensystem noch nicht ganz entdeckt wurde, da der Fluss und die engen Gänge das Vorankommen stark erschwerten.
Leider ging der Bus zurück nach Valencia erst in ein paar Stunden, also beschlossen wir die nahegelegenen Berge zu erklimmen. Vorweg muss ich gleich sagen - trau keinen spanischen Wegbeschriftungen - die sind nämlich meistens nicht mehr vorhanden. So kommt man zu Abzweigungen, wo nicht beschildert ist, wo der Wanderweg weitergeht. Egal, wir fanden einen Weg auf und wieder herunter vom Berg. Dazwischen war viel Grünzeug, frische Luft und Naturzeug. Das spannendste daran war wohl eine tote Schlange am Wegrand. Und die Erkenntnis, dass man schneller außer Atem ist, wenn man in der Nacht davor nicht wirklich viel geschlafen hat und am Vortag in Stepaerobic war :)
Wenigstens war ich nicht die einzige, die froh über eine heiße Schokolade (die hier nicht mit Kakao sonder wirklich mit Schokolade gemacht wird!) und eine Kuchen war. Und wir allen waren froh uns für den Bus entschieden zu haben - so konnten wir auf der Heimfahrt ein bisschen die Augen zumachen :)
Mittwoch, 2. November 2011
Halloween
Der Amerikanische Brauch sich zu Halloween zu verkleiden wird auch in Spanien immer beliebter. Also beschlossen wir auch zu feiern - aber richtig - inklusive Verkleidung und Make-up. Lange habe ich überlegt, was ich darstellen möchte - ich wollte richtig gruselig sein - auf keinen Fall ein "sexy Hexi", wie es so viele junge Mädchen machen ...
Am Vormittag des 31.1. fuhr ich zum H&M um mir ein weißes Shirt zum Bemalen zu kaufen. In einem Schminkgeschäft fand ich weiße Farbe für das Gesicht - perfekt - daraus kann man etwas basteln. Daheim angekommen konnte ich nicht warten und fing an mein Shirt zu bemalen - eine Seite mit Totenköpfen, Fledermäusen und bösen Worten, die andere mit Herzchen, Sonnen und dergleichen.
Am frühen Abend ging es dann ab zu einem Freund. Es wurden Spaghetti gekocht (danke, Mario!), und wir bastelten all unsere Kostüme fertig. Ich fing an mein Gesicht zu bemalen - genauso wie mein Shirt - eine Haelfte supersüß, die andere mit der weißen Farbe und viel schwarzem Kajal und Lidschatten auf gruselig.
Den Jungs half ich ein bisschen beim Schminken - die müssen ja nicht wissen, wie man die Augen am schnellsten schwarz bekommt :)
Hier das Ergebnis unserer Gruppe: drei Piraten mit ihren Papageien, eine Kanone, ein Teufelchen, eine toter Rastafari und ich als Two-Face.
so hergerichtet ging es dann zuerst auf eine Roof-Top-Party. Auf dem Dach tummelten sich neben jeder Menge Zombies und Gruseligen gestalten auch Ritter, Bunnies, Bananen und andere sehr kreative Kreationen. Gegen zwei Uhr Früh machten wir uns auf Richtung Club um noch weiter zu feiern. Den Rest des Abends könnt ihr euch vorstellen - viel Tanzen, viel Spass und irgendwann totmüde ins Bett fallen.
Hier noch ein paar weitere Bilderchen:
happy halloween!
Am Vormittag des 31.1. fuhr ich zum H&M um mir ein weißes Shirt zum Bemalen zu kaufen. In einem Schminkgeschäft fand ich weiße Farbe für das Gesicht - perfekt - daraus kann man etwas basteln. Daheim angekommen konnte ich nicht warten und fing an mein Shirt zu bemalen - eine Seite mit Totenköpfen, Fledermäusen und bösen Worten, die andere mit Herzchen, Sonnen und dergleichen.
Am frühen Abend ging es dann ab zu einem Freund. Es wurden Spaghetti gekocht (danke, Mario!), und wir bastelten all unsere Kostüme fertig. Ich fing an mein Gesicht zu bemalen - genauso wie mein Shirt - eine Haelfte supersüß, die andere mit der weißen Farbe und viel schwarzem Kajal und Lidschatten auf gruselig.
Den Jungs half ich ein bisschen beim Schminken - die müssen ja nicht wissen, wie man die Augen am schnellsten schwarz bekommt :)
Hier das Ergebnis unserer Gruppe: drei Piraten mit ihren Papageien, eine Kanone, ein Teufelchen, eine toter Rastafari und ich als Two-Face.
so hergerichtet ging es dann zuerst auf eine Roof-Top-Party. Auf dem Dach tummelten sich neben jeder Menge Zombies und Gruseligen gestalten auch Ritter, Bunnies, Bananen und andere sehr kreative Kreationen. Gegen zwei Uhr Früh machten wir uns auf Richtung Club um noch weiter zu feiern. Den Rest des Abends könnt ihr euch vorstellen - viel Tanzen, viel Spass und irgendwann totmüde ins Bett fallen.
Hier noch ein paar weitere Bilderchen:
happy halloween!
Besuch aus Wien
Vor kurzem war Chrisi mich hier in Valencia besuchen. Voller Vorfreude fuhr ich zum Flughafen um ihn abzuholen. Natürlich kam der Flug am frühen Nachmittag an. Das heißt hier so viel wie "Siesta". Nicht nur ich musste auf mein Nickerchen verzichten, auch ein paar (aber nicht alle) Mitarbeiter des Flughafens. Anscheinend waren sie aber ziemlich müde, das Gepäck dauerte viel zu lange, bis es endlich da war.
Als sich endlich die Türen öffneten, kam ein dick eingepackter Mann zum Vorschein - lange Hose, feste Schuhe und eine dicke Jacke! So nahm ich meinen Besuch in Empfang und empfahl ihm gleich mal die Jacke auszuziehen, da es draußen locker 25 Grad hatte :)
Ich musste schon ein bisschen kichern (und insgeheim freute ich mich riesig in Valencia zu sein) als Chrisi mir erzählte, dass er morgens bereits die Autoscheiben von Eis befreien musste, ehe er losfahren konnte.
Während der Zeit, in der er hier war hatten wir Gelegenheit uns viel anzusehen. Das Programm reichte von der Delfinshow im Ozeanographic ueber All-you-can-eat Sushi Essen bis hin zum Erklimmen des Turmes der Kathedrale in der Innenstadt.
Letzteres gestaltete sich nicht so einfach. Ich war stark verkühlt (nein, ich hab mir nix angezogen, als ich das letzte Mal verschwitzt aus der Disco kam) und musste in diesem Zustand eine enge Wendeltreppe hinaufgehen. Die Stufen schienen immer höher zu werden, je weiter wir hinaufkamen und oben angekommen wollte mein Herz beinahe Selbstmord begehen und über das Geländer springen. (Mittlerweile weiß ich, dass man in gesundem Zustand überhaupt kein Problem damit hat - da funktioniert das hinaufgehen ganz easy.)
Von oben hat man einen wunderschönen Blick über die ganze Stadt. Man sieht im Osten bis zum Meer (leider stehen viele hohe Häuser davor, so dass man den Strand nicht sieht), im Norden bis zu den Bergen und in die anderen Richtungen bis zu den Vorstädten und Dörfern außerhalb der Stadt.
Ich war erstaunt, dass Chrisi neben all dem Sightseeing und Treffen mit meinen Freunden noch Kraft hatte Spanisch zu lernen. Und das auch noch verdammt schnell - Respekt! Er konnte bereits nach drei Tagen besser Spanisch, als mein lieber Mitbewohner, der mit mir seit Mitte August hier ist. So konnte ich ihn auch alleine losschicken um die Stadt per Valenbisi (öffentliches Fahrradsystem wie die Citybikes in Wien) zu erkunden, während ich auf die Uni musste. Zwischendurch kam er zum Campus zum Mittagessen und tat so, als wäre er wieder Student ;-)
Leider war die Zeit viel zu schnell herum und ich musste ihn bald wieder zum Flughafen bringen und verabschieden. Chrisi, danke für die lustige Woche!
Als sich endlich die Türen öffneten, kam ein dick eingepackter Mann zum Vorschein - lange Hose, feste Schuhe und eine dicke Jacke! So nahm ich meinen Besuch in Empfang und empfahl ihm gleich mal die Jacke auszuziehen, da es draußen locker 25 Grad hatte :)
Ich musste schon ein bisschen kichern (und insgeheim freute ich mich riesig in Valencia zu sein) als Chrisi mir erzählte, dass er morgens bereits die Autoscheiben von Eis befreien musste, ehe er losfahren konnte.
Während der Zeit, in der er hier war hatten wir Gelegenheit uns viel anzusehen. Das Programm reichte von der Delfinshow im Ozeanographic ueber All-you-can-eat Sushi Essen bis hin zum Erklimmen des Turmes der Kathedrale in der Innenstadt.
Letzteres gestaltete sich nicht so einfach. Ich war stark verkühlt (nein, ich hab mir nix angezogen, als ich das letzte Mal verschwitzt aus der Disco kam) und musste in diesem Zustand eine enge Wendeltreppe hinaufgehen. Die Stufen schienen immer höher zu werden, je weiter wir hinaufkamen und oben angekommen wollte mein Herz beinahe Selbstmord begehen und über das Geländer springen. (Mittlerweile weiß ich, dass man in gesundem Zustand überhaupt kein Problem damit hat - da funktioniert das hinaufgehen ganz easy.)
Von oben hat man einen wunderschönen Blick über die ganze Stadt. Man sieht im Osten bis zum Meer (leider stehen viele hohe Häuser davor, so dass man den Strand nicht sieht), im Norden bis zu den Bergen und in die anderen Richtungen bis zu den Vorstädten und Dörfern außerhalb der Stadt.
Ich war erstaunt, dass Chrisi neben all dem Sightseeing und Treffen mit meinen Freunden noch Kraft hatte Spanisch zu lernen. Und das auch noch verdammt schnell - Respekt! Er konnte bereits nach drei Tagen besser Spanisch, als mein lieber Mitbewohner, der mit mir seit Mitte August hier ist. So konnte ich ihn auch alleine losschicken um die Stadt per Valenbisi (öffentliches Fahrradsystem wie die Citybikes in Wien) zu erkunden, während ich auf die Uni musste. Zwischendurch kam er zum Campus zum Mittagessen und tat so, als wäre er wieder Student ;-)
Leider war die Zeit viel zu schnell herum und ich musste ihn bald wieder zum Flughafen bringen und verabschieden. Chrisi, danke für die lustige Woche!
Sonntag, 9. Oktober 2011
Una fiesta grande en Valencia
Der 9. Oktober ist in Valencia "dia de la Comunidad Valenciana". Dieser Tag ist einer der wichtigsten in der Geschichte Valencias, da die Stadt und die Region 1238 von König Jamie eingenommen und als autonome Region definiert wurden, so wie sie heute noch existiert.
In Spanien wird diesem historischen Ereignis nicht still gedacht, man startet erst einmal um 00:01 mit einem rieeeesengroßen Feuerwerk. 45 Minuten lang saß ich auf einem Fahrradständer und blickte gebannt in den Himmel, als tausende Raketen in die Luft geschossen wurden und mit einem ohrenbetäubenden Knall in viele Lichter zerfielen. In kurzen Pausen jubelten die Massen auf den Straßen und klatschten. So gut wie alle Valencianer waren zu diesem Zeitpunkt auf den Straßen - mit Kindern, Hunden und Gehhilfen für ältere Personen.
Die weiteren Feierlichkeiten fanden um Mittag statt. In der Innenstadt zog ein Festzug mit Flaggen durch die wichtigsten Straßen, dann wurde ein weiteres Feuerwerk - ein so genanntes Mascleta entzündet. Da man unter Tags nicht viel mit Licht arbeiten kann, greifen die Spanier einfach auf einen anderen Sinn zurück - das Feuerwerk wird gehört. Zu beginn ein paar Salven aus einem Mörser, dann hunderte Knallkörper, begleitet von ein paar Raketen. Der Hauptplatz stand innterhalb von wenigen Sekunden in dickem Rauch, vom Himmel regnete es Kartonschnipsel, die Überbleibsel der Raketen.
Selbst wenn man sich die Ohren zuhält, ist es noch unglaublich laut. Man fühlt die Explosionen der Knallkörper im ganzen Körper. Nach dem Spektakel wird den Pyrotechnikern abermals zugejubelt.
Nachmittags und Abends tanzen die Leute in den Straßen und feiern ausgelassen.
Gleichzeitig war heute noch der "Tag des Dionysus" - der nichts mit dem griechischen Gott zu tun hat. Dionysus ist vielmehr der Valentin von Valencia - d.h. es ist ein Tag der Liebe. In allen Bäckereien und Supermärken kann man kleine Früchte oder Gemüse aus Marzipan kaufen, das sich Verliebte schenken.
In Spanien wird diesem historischen Ereignis nicht still gedacht, man startet erst einmal um 00:01 mit einem rieeeesengroßen Feuerwerk. 45 Minuten lang saß ich auf einem Fahrradständer und blickte gebannt in den Himmel, als tausende Raketen in die Luft geschossen wurden und mit einem ohrenbetäubenden Knall in viele Lichter zerfielen. In kurzen Pausen jubelten die Massen auf den Straßen und klatschten. So gut wie alle Valencianer waren zu diesem Zeitpunkt auf den Straßen - mit Kindern, Hunden und Gehhilfen für ältere Personen.
Die weiteren Feierlichkeiten fanden um Mittag statt. In der Innenstadt zog ein Festzug mit Flaggen durch die wichtigsten Straßen, dann wurde ein weiteres Feuerwerk - ein so genanntes Mascleta entzündet. Da man unter Tags nicht viel mit Licht arbeiten kann, greifen die Spanier einfach auf einen anderen Sinn zurück - das Feuerwerk wird gehört. Zu beginn ein paar Salven aus einem Mörser, dann hunderte Knallkörper, begleitet von ein paar Raketen. Der Hauptplatz stand innterhalb von wenigen Sekunden in dickem Rauch, vom Himmel regnete es Kartonschnipsel, die Überbleibsel der Raketen.
Selbst wenn man sich die Ohren zuhält, ist es noch unglaublich laut. Man fühlt die Explosionen der Knallkörper im ganzen Körper. Nach dem Spektakel wird den Pyrotechnikern abermals zugejubelt.
Nachmittags und Abends tanzen die Leute in den Straßen und feiern ausgelassen.
Gleichzeitig war heute noch der "Tag des Dionysus" - der nichts mit dem griechischen Gott zu tun hat. Dionysus ist vielmehr der Valentin von Valencia - d.h. es ist ein Tag der Liebe. In allen Bäckereien und Supermärken kann man kleine Früchte oder Gemüse aus Marzipan kaufen, das sich Verliebte schenken.
Mittwoch, 28. September 2011
Studentenleben deluxe
Ich wurde jetzt schon mehrmals gefragt, was ich denn den ganzen Tag tue, wenn ich nicht arbeite. Liebe Leute - ich studiere! :)
Die Kurse auf der Uni sind ja schon alle voll im laufen. Ich belege drei technische Kurse:
Da es hier ja jede Menge gutes Essen gibt, brauche ich auch noch die ausgleichende Bewegung dafür. Zwei mal pro Woche mache ich einen "Latin Dance" Tanzkurs und ich habe vor ab und zu mit Freunden Tennisspielen zu gehen und Step Aerobic Kurse zu besuchen.
Abgesehen davon, sollte ich hier auch meine Masterarbeit schreiben!
Der Uni Campus ist ein riesengroßes Gelände, wer möchte kann sich den Plan hier mal ansehen. Darauf sieht man neben den Gebäuden auch jede Menge Sportplätze. Es gibt hier so ziemlich alles, was man sich vorstellen kann - ein Schwimmbad, Tennisplätze, Fußballfelder, Volleyballplätze, Fitnesscenter, Tanzstudios, jede Menge Platz, den man für Leichtathletik braucht, ...
Alleine hier auf der Technischen Uni studieren 35.000 Menschen, was bedeutet, dass der Bereich schon fast eine Kleinstadt ist. Neben jeder Menge Mensen, Restaurants und Cafes gibt es hier auch ein Reisebüro, eine Bank, Papier und Schreibwarengeschäfte, Friseur und Kosmetiker, Bibliotheken und ich glaube ich habe einiges noch nicht entdeckt. :)
Zwischen den Gebäuden sind sehr schöne und gepflegte Parkanlagen, wo man sich entweder ins Gras oder auf diverse Sitzgelegenheiten knotzen kann um zu lernen oder zu plaudern. So kann man also auch wunderbar die Pausen zwischen den Kursen füllen.
Schade, dass wir in Wien keinen solchen Campus haben ...
Was tut man sonst den ganzen Tag? Bisschen Wohnung sauber halten, einkaufen und kochen. Ja, richtig gelesen - ich koche hier des öfteren selbst! Dafür muss man natürlich zuerst eine zündende Idee haben, alles notwendige einkaufen gehen (ist manchmal gar nicht so leicht bestimmte Sachen hier zu finden) und das Essen dann auch noch zubereiten.
Abends treffe ich mich meistens mit Freunden - entweder zum Tapas essen, auf einer Botellon oder zum Fortgehen und Tanzen. Meistens versuche ich im Bett zu sein, bevor die Sonne wieder aufgeht, sodass ich nicht den ganzen nächsten Tag verschlafe. Nachmittags bietet sich auch ein Schläfchen an, wenn man Zeit hat. Siesta ist eine ganz tolle Erfindung :)
Das Leben hier ist schon entspannter, als in Wien. Schließlich muss ich hier nicht arbeiten und auch auf der Uni gibt es noch keinen Stress mit Prüfungen oder Abgaben. Spanier sind prinzipiell ein bisschen lockerer, als Mitteleuropäer und langsamer so wie so. Und trotzdem funktioniert alles, was man braucht. Mein Motto für die nächsten Wochen: chillen und genießen!
Die Kurse auf der Uni sind ja schon alle voll im laufen. Ich belege drei technische Kurse:
- Artificial Intelligence: also alles was mit intelligenten und lernenden Systemen, Suchalgorithmen, Recommendations und ähnlichem zu tun hat.
- Computer Graphics: nein, da malt man nicht im Photoshop rum, sondern programmiert mathematische Bildberechnungen und 3D Grafiken - die Vorstufe zu dem, wie man Special Effects und Animationsfilme macht.
- Business Administration and Product Management: Bisschen Wirtschaft für Techniker - kann wohl nicht schaden. :)
Da es hier ja jede Menge gutes Essen gibt, brauche ich auch noch die ausgleichende Bewegung dafür. Zwei mal pro Woche mache ich einen "Latin Dance" Tanzkurs und ich habe vor ab und zu mit Freunden Tennisspielen zu gehen und Step Aerobic Kurse zu besuchen.
Abgesehen davon, sollte ich hier auch meine Masterarbeit schreiben!
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| Mein Stundenplan mit den Technischen Kursen, Spanisch und Latin Dance |
Alleine hier auf der Technischen Uni studieren 35.000 Menschen, was bedeutet, dass der Bereich schon fast eine Kleinstadt ist. Neben jeder Menge Mensen, Restaurants und Cafes gibt es hier auch ein Reisebüro, eine Bank, Papier und Schreibwarengeschäfte, Friseur und Kosmetiker, Bibliotheken und ich glaube ich habe einiges noch nicht entdeckt. :)
Zwischen den Gebäuden sind sehr schöne und gepflegte Parkanlagen, wo man sich entweder ins Gras oder auf diverse Sitzgelegenheiten knotzen kann um zu lernen oder zu plaudern. So kann man also auch wunderbar die Pausen zwischen den Kursen füllen.
Schade, dass wir in Wien keinen solchen Campus haben ...
Was tut man sonst den ganzen Tag? Bisschen Wohnung sauber halten, einkaufen und kochen. Ja, richtig gelesen - ich koche hier des öfteren selbst! Dafür muss man natürlich zuerst eine zündende Idee haben, alles notwendige einkaufen gehen (ist manchmal gar nicht so leicht bestimmte Sachen hier zu finden) und das Essen dann auch noch zubereiten.
Abends treffe ich mich meistens mit Freunden - entweder zum Tapas essen, auf einer Botellon oder zum Fortgehen und Tanzen. Meistens versuche ich im Bett zu sein, bevor die Sonne wieder aufgeht, sodass ich nicht den ganzen nächsten Tag verschlafe. Nachmittags bietet sich auch ein Schläfchen an, wenn man Zeit hat. Siesta ist eine ganz tolle Erfindung :)
Das Leben hier ist schon entspannter, als in Wien. Schließlich muss ich hier nicht arbeiten und auch auf der Uni gibt es noch keinen Stress mit Prüfungen oder Abgaben. Spanier sind prinzipiell ein bisschen lockerer, als Mitteleuropäer und langsamer so wie so. Und trotzdem funktioniert alles, was man braucht. Mein Motto für die nächsten Wochen: chillen und genießen!
Dienstag, 27. September 2011
Wochenendtrip nach Madrid
Die Bustickets waren gekauft und ein Hostel reserviert. Am Freitag zu Mittag ging es dann los. Zu fünft fuhren wir zum Busbahnhof - alle mit einem Rucksack mit Gewand und Kameras bewaffnet. In knapp über vier Stunden ging es sehr komfortabel nach Madrid. Schon beim Hineinfahren in die Stadt konnte man erkennen, dass die bei weitem nicht so überschaubar wie Valencia ist.
Dann ging es erstmal zum Hostel. Ich hab noch nie (wissentlich) in einem solchen übernachtet - muss aber zugeben, es war bei weitem nicht so tragisch, wie ich es mir vorgestellt hatte. Für uns fünf hatten wir ein Doppel und ein Tripel-Zimmer reserviert - beide mit Bad im Zimmer. Von da her nicht wirklich ein Unterschied zu einem Hotel. Frühstück gab es natürlich keines - und die Dame an der Rezeption war etwas unfreundlich, aber egal.
Noch am Freitag machten wir uns auf die Stadt zu erkunden. Auf den Straßen und Plätzen tummelten sich tausende von Leuten. Das ist Großstadtflair pur. Bald hatten wir die ersten wichtigen Gebäude erreicht und die Altstadt ein bisschen erkundet. Wie immer viel zu laufen und viel zu entdecken.
In Madrid gibt es zwei große Kunstmuseen - Reina Sofia und Prado. Beide haben wir uns ausgiebig angesehen - alle Bilder und Skulpturen wurden kritisch betrachtet. Zu mindestens anfangs. Es war anstrengender als erwartet mehrere hundert Bilder zu sehen - vor allem wenn sie sich derart ähnlich sehen. Das fünfzigste Bild mit Jesus am Kreuz sieht dann nicht mehr anders aus, als mindestens zehn andere davor ...
Kulturmäßig haben wir unser Pensum damit eindeutig erfüllt =)
Auch essenstechnisch haben wir versucht abwechslungsreich zu bleiben - nur einmal wurde eine Pizzaschnitte mein Opfer, sonst gab es Tapas, Churros, Spanische Teigtaschen, Salat und zum Nachtisch Frozen Yogurt mit Brownie und Kirschtopping - eines der besten, die ich je gegessen habe.
Sonst haben wir uns noch jede Menge andere Sehenswürdigkeiten angesehen - einen ägyptischen Tempel, die Kathedrale und den Königspalast, einen vertikalen Garten, ...
Was ich recht faszinierend fand war der Temperaturunterschied. Madrid und Valencia liegen 350km auseinander, dennoch kann man in Valencia am Abend noch mit T-Shirt herumlaufen, unter Tags rinnt man davon, wenn man sich zu schnell bewegt. An unserem ersten Morgen in Madrid haben wir am eigenen Leib erfahren müssen, dass es nicht überall so warm ist. Bei 16°C und leichtem Wind ist es doch recht frisch. Abends musste ich eine Lederjacke und einen lange Jean anziehen um nicht zu erfrieren.
Jedenfalls war Madrid absolut eine Reise wert. Die zwei Tage, die wir für die Stadt Zeit hatten waren jedoch eindeutig zu wenig um alles zu erkunden, trotzdem haben wir es geschafft einen guten Überblick zu bekommen.
| meine reizende Begleitung: Laura, Manuela, Henrike, Sabrina und ich |
Noch am Freitag machten wir uns auf die Stadt zu erkunden. Auf den Straßen und Plätzen tummelten sich tausende von Leuten. Das ist Großstadtflair pur. Bald hatten wir die ersten wichtigen Gebäude erreicht und die Altstadt ein bisschen erkundet. Wie immer viel zu laufen und viel zu entdecken.
In Madrid gibt es zwei große Kunstmuseen - Reina Sofia und Prado. Beide haben wir uns ausgiebig angesehen - alle Bilder und Skulpturen wurden kritisch betrachtet. Zu mindestens anfangs. Es war anstrengender als erwartet mehrere hundert Bilder zu sehen - vor allem wenn sie sich derart ähnlich sehen. Das fünfzigste Bild mit Jesus am Kreuz sieht dann nicht mehr anders aus, als mindestens zehn andere davor ...
Kulturmäßig haben wir unser Pensum damit eindeutig erfüllt =)
Auch essenstechnisch haben wir versucht abwechslungsreich zu bleiben - nur einmal wurde eine Pizzaschnitte mein Opfer, sonst gab es Tapas, Churros, Spanische Teigtaschen, Salat und zum Nachtisch Frozen Yogurt mit Brownie und Kirschtopping - eines der besten, die ich je gegessen habe.
Sonst haben wir uns noch jede Menge andere Sehenswürdigkeiten angesehen - einen ägyptischen Tempel, die Kathedrale und den Königspalast, einen vertikalen Garten, ...
Was ich recht faszinierend fand war der Temperaturunterschied. Madrid und Valencia liegen 350km auseinander, dennoch kann man in Valencia am Abend noch mit T-Shirt herumlaufen, unter Tags rinnt man davon, wenn man sich zu schnell bewegt. An unserem ersten Morgen in Madrid haben wir am eigenen Leib erfahren müssen, dass es nicht überall so warm ist. Bei 16°C und leichtem Wind ist es doch recht frisch. Abends musste ich eine Lederjacke und einen lange Jean anziehen um nicht zu erfrieren.
Jedenfalls war Madrid absolut eine Reise wert. Die zwei Tage, die wir für die Stadt Zeit hatten waren jedoch eindeutig zu wenig um alles zu erkunden, trotzdem haben wir es geschafft einen guten Überblick zu bekommen.
Sonntag, 18. September 2011
mein Geburtstag
Die Spanier wissen, wie man richtig feiert. Betritt man einen Club (so gegen 3 oder 4 in der Früh) ist man sofort umringt von einer Masse tanzender Menschen, bei denen man das Gefühl hat, dass sie einfach nur eine gute Zeit haben wollen. Die DJs legen fast ausschließlich Musik auf, zu der man richtig gut tanzen kann.
Das ist ein Song, der mehrmals an einem Abend gespielt wird und das auch ganz gut beschreibt:
Wenn ich also schon in so einem Partyland bin, wollte ich auch meinen Geburtstag schön feiern. Zuerst ging es mit Freunden zu einer House-Party auf einer großen Dachterasse. Der Gastgeber hatte Paella vorbereitet, dazu gab es jede Menge Früchtebowle und Sangria.
Um Mitternacht gings weiter an den Strand zu einer sogenannten Botellon. Das ist eine Party an einem öffentlichen Platz, an dem sich einfach viele Leute treffen, Essen und Trinken mitnehmen und gemütlich zusammensitzen. Diese Botellon war auf der Strandpromenade - man kann sich kaum einen schöneren Ort vorstellen, wenn man mit Freunden unter einer Palme sitzt, über Gott und die Welt quatscht und im Hintergrund das Meer rauschen hört.
In Strandnähe gibt es auch eine Menge Discos, in die es die Leute nachher zieht. Wir waren in einem superschönen Club mit riesengroßer Outdoor-Chill-Area. Dort konnte ich bis in die Morgenstunden tanzen und meinen Geburtstag richtig gut einfeiern.
Bei Sonnenaufgang machte ich mich am Weg Richtung Flughafen um meine Schwester abzuholen. Zum Glück fährt die U-Bahn hier bis dorthin.
Am Nachmittag kamen Freunde zu mir mich besuchen und noch einmal anzustoßen. Der Rest des Tages war verhältnismäßig ruhig - aber nicht weniger schön!
happy birthday heißt übrigens "feliz cumpleaños" und Amerikaner können sich das Wort "Geburtstag" nicht merken, weil es zu lang und zu schwierig auszusprechen ist =)
Das ist ein Song, der mehrmals an einem Abend gespielt wird und das auch ganz gut beschreibt:
Wenn ich also schon in so einem Partyland bin, wollte ich auch meinen Geburtstag schön feiern. Zuerst ging es mit Freunden zu einer House-Party auf einer großen Dachterasse. Der Gastgeber hatte Paella vorbereitet, dazu gab es jede Menge Früchtebowle und Sangria.
Um Mitternacht gings weiter an den Strand zu einer sogenannten Botellon. Das ist eine Party an einem öffentlichen Platz, an dem sich einfach viele Leute treffen, Essen und Trinken mitnehmen und gemütlich zusammensitzen. Diese Botellon war auf der Strandpromenade - man kann sich kaum einen schöneren Ort vorstellen, wenn man mit Freunden unter einer Palme sitzt, über Gott und die Welt quatscht und im Hintergrund das Meer rauschen hört.
In Strandnähe gibt es auch eine Menge Discos, in die es die Leute nachher zieht. Wir waren in einem superschönen Club mit riesengroßer Outdoor-Chill-Area. Dort konnte ich bis in die Morgenstunden tanzen und meinen Geburtstag richtig gut einfeiern.
Bei Sonnenaufgang machte ich mich am Weg Richtung Flughafen um meine Schwester abzuholen. Zum Glück fährt die U-Bahn hier bis dorthin.
Am Nachmittag kamen Freunde zu mir mich besuchen und noch einmal anzustoßen. Der Rest des Tages war verhältnismäßig ruhig - aber nicht weniger schön!
happy birthday heißt übrigens "feliz cumpleaños" und Amerikaner können sich das Wort "Geburtstag" nicht merken, weil es zu lang und zu schwierig auszusprechen ist =)
Freitag, 9. September 2011
von WGs und stylishen Gebäuden
Vor kurzem bin ich in mein Zimmer in Valencia eingezogen. Für alle, die das Bild noch nicht auf Facebook gesehen haben - *tadahh* - mein neues Reich:
Mein Zimmer ist für Spanische Verhältnisse sehr groß, ich hab einen großen Kleiderkasten, der leider seeeehr leer ist, ein Doppelbett, einen kleinen Schreibtisch und mehrere kleine Kästchen. Ein großer Venitlator bewegt die Luft, sodass ich nicht ersticken muss. Das coolste ist jedoch die Klimaanlage im Wohnzimmer. Draußen hat es bereits in der Früh um 30 Grad, untertags in der Sonne steigt es bis auf 40 Grad an - da ist jeder Schritt gut überlegt. =)
Ich wohne nicht alleine in dem Apartment - wäre ja auch langweilig. Meine zwei Mitbewohner - ein italienischer und ein schwedischer Erasmusstudent - sind gute und vor allem saubere WG-Kollegen. Das Apartment liegt etwa 20 Gehminuten von der Uni entfernt. (ja, ich werde mir bald ein Fahrrad zulegen =)). Valencia ist keine sonderlich große Stadt. Das meiste kann man zu Fuß erreichen. So bin ich in etwa 20 Minuten auch bei zwei Shopping-Centern und bei dem modernsten Teil der Stadt. Selbst zur Altstadt kann man den großen Park entlang gehen.
Das sind übrigens Jonathan (der Schwede) und ich bei einem nächtlichen Ausflug zur Ciutat de las Artes y las Ciències. Übersetzt heißt das so viel wie "Stadt der Künste und Wissenschaften". In diesem Stadtteil befinden sich wahnsinnig coole Gebäude, die sowohl am Tag, alsauch bei Nacht imposant wirken. Sie wurden alle von einem Architekten entworfen, mit seeehr viel Liebe zum Detail - und anscheinend auch zu Raumschiffen. =)
Hier ein paar Bilder davon:
wenn ich da so rumlaufe und mir all diese Gebäude ansehe, bin ich schwer am überlegen doch noch Architektur zu studieren ...
Mein Zimmer ist für Spanische Verhältnisse sehr groß, ich hab einen großen Kleiderkasten, der leider seeeehr leer ist, ein Doppelbett, einen kleinen Schreibtisch und mehrere kleine Kästchen. Ein großer Venitlator bewegt die Luft, sodass ich nicht ersticken muss. Das coolste ist jedoch die Klimaanlage im Wohnzimmer. Draußen hat es bereits in der Früh um 30 Grad, untertags in der Sonne steigt es bis auf 40 Grad an - da ist jeder Schritt gut überlegt. =)
Ich wohne nicht alleine in dem Apartment - wäre ja auch langweilig. Meine zwei Mitbewohner - ein italienischer und ein schwedischer Erasmusstudent - sind gute und vor allem saubere WG-Kollegen. Das Apartment liegt etwa 20 Gehminuten von der Uni entfernt. (ja, ich werde mir bald ein Fahrrad zulegen =)). Valencia ist keine sonderlich große Stadt. Das meiste kann man zu Fuß erreichen. So bin ich in etwa 20 Minuten auch bei zwei Shopping-Centern und bei dem modernsten Teil der Stadt. Selbst zur Altstadt kann man den großen Park entlang gehen.
Das sind übrigens Jonathan (der Schwede) und ich bei einem nächtlichen Ausflug zur Ciutat de las Artes y las Ciències. Übersetzt heißt das so viel wie "Stadt der Künste und Wissenschaften". In diesem Stadtteil befinden sich wahnsinnig coole Gebäude, die sowohl am Tag, alsauch bei Nacht imposant wirken. Sie wurden alle von einem Architekten entworfen, mit seeehr viel Liebe zum Detail - und anscheinend auch zu Raumschiffen. =)
Hier ein paar Bilder davon:
wenn ich da so rumlaufe und mir all diese Gebäude ansehe, bin ich schwer am überlegen doch noch Architektur zu studieren ...
Montag, 5. September 2011
Sprachkurs in Gandia
Die letzten zwei Wochen war ich in Gandia - einem kleinen Städtchen südlich von Valencia, an der Mittelmeerküste. Der Ort lebt eigentlich nur durch die Touristen (die großteils aus Spanien kommen) und den Studenten auf dem kleinen Campus der UPV.
Ich habe mit 4 Mädchen (1 Holländerin, 1 Polin und 2 Deutsche) zusammen in einem Apartment gewohnt. Ich muss zugeben, dass ist eine ganz schön krasse Umstellung gewesen zwischen daheim alleine wohnen und plötzlich mit 4 anderen zusammen. Dennoch sind wir alle ganz gut miteinander ausgekommen und konnten auch diverse Probleme mit Schlüsseln (wir hatten für uns alle 5 nur 3 Stück, wobei eigentlich nur 1 funktioniert hat) lösen.
Vormittags war immer Spanischkurs angesagt. Mein Level war A1 - also Babystufe. Ich hab dennoch irrsinnig viel gelernt und traue mich auch schon mit Spaniern zu kommunizieren. Verstehen geht schon relativ gut, nur für die Antworten brauch ich immer noch ein bisschen Bedenkzeit.
Nachmittags wurden von Erasmus Ausflüge oder Aktivitäten wie Volleyball, Salsastunden, Kochkurse oder Pokertourniere organisiert. Ab und zu hab ichs trotzdem geschafft das eine oder andere Stündchen zu schlafen.
Abends war meistens Party angesagt. Spanische Partys sehen allerdings ein bisschen anders aus: man trifft sich zum Abendessen (so gegen 22.00) geht danach gemütlich etwas trinken (bis ca. 3.00), dann geht man in die Disco und kommt erst wieder raus, wenns hell wird. =)
"Coco Loco" DIE Disco in Gandia lag genau am Strand - wenn man also um 6.30 rauskommt, kann man sich noch gemütlich an den Strand setzen und den Sonnenaufgang ansehen, ehe man heimgeht und zu schlafen versucht.
Auf jeden Fall hab ich in den letzten beiden Wochen so viel erlebt, viele neue seeehr nette Leute kennengelernt und kaum geschlafen bzw. kaum geinternetzt. Der Spanischkurs ist mit Höchstnote abgeschlossen und ich bin jetzt wieder in Valencia.
mehr zu Valencia, meiner Wohngemeinschaft dort und meinen Abenteuern kommt bald ...
Ich habe mit 4 Mädchen (1 Holländerin, 1 Polin und 2 Deutsche) zusammen in einem Apartment gewohnt. Ich muss zugeben, dass ist eine ganz schön krasse Umstellung gewesen zwischen daheim alleine wohnen und plötzlich mit 4 anderen zusammen. Dennoch sind wir alle ganz gut miteinander ausgekommen und konnten auch diverse Probleme mit Schlüsseln (wir hatten für uns alle 5 nur 3 Stück, wobei eigentlich nur 1 funktioniert hat) lösen.
Vormittags war immer Spanischkurs angesagt. Mein Level war A1 - also Babystufe. Ich hab dennoch irrsinnig viel gelernt und traue mich auch schon mit Spaniern zu kommunizieren. Verstehen geht schon relativ gut, nur für die Antworten brauch ich immer noch ein bisschen Bedenkzeit.
Nachmittags wurden von Erasmus Ausflüge oder Aktivitäten wie Volleyball, Salsastunden, Kochkurse oder Pokertourniere organisiert. Ab und zu hab ichs trotzdem geschafft das eine oder andere Stündchen zu schlafen.
Abends war meistens Party angesagt. Spanische Partys sehen allerdings ein bisschen anders aus: man trifft sich zum Abendessen (so gegen 22.00) geht danach gemütlich etwas trinken (bis ca. 3.00), dann geht man in die Disco und kommt erst wieder raus, wenns hell wird. =)
"Coco Loco" DIE Disco in Gandia lag genau am Strand - wenn man also um 6.30 rauskommt, kann man sich noch gemütlich an den Strand setzen und den Sonnenaufgang ansehen, ehe man heimgeht und zu schlafen versucht.
Auf jeden Fall hab ich in den letzten beiden Wochen so viel erlebt, viele neue seeehr nette Leute kennengelernt und kaum geschlafen bzw. kaum geinternetzt. Der Spanischkurs ist mit Höchstnote abgeschlossen und ich bin jetzt wieder in Valencia.
mehr zu Valencia, meiner Wohngemeinschaft dort und meinen Abenteuern kommt bald ...
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